Die Mitte des 15. Jahrhunderts erbaute Synagoge von Tomar ist eines der bemerkenswertesten Zeugnisse jüdischer Präsenz in Portugal und eine der besterhaltenen mittelalterlichen Synagogen der Iberischen Halbinsel.

Das Gebäude und das Museum

Der Innenraum mit nahezu quadratischem Grundriss besitzt vier zentrale Säulen und Gewölbe, deren Akustik bis heute erforscht wird. Nach der Vertreibung von 1496 diente das Gebäude verschiedenen Zwecken, bis es 1921 zum Nationaldenkmal erklärt wurde. Heute beherbergt es das Luso-Hebräische Museum Abraham Zacuto mit einer Sammlung von Inschriften und liturgischen Objekten.

Ein Besuch in Tomar lässt sich gut mit dem Christuskloster und dem mittelalterlichen Stadtbild verbinden – eine Route, die jüdisches Erbe und Templergeschichte zusammenführt.