Die jüdische Präsenz in Lissabon reicht Jahrhunderte vor die Gründung der portugiesischen Nation zurück. Die alte Judiaria Grande in der heutigen Baixa war im Mittelalter eines der wichtigsten Zentren jüdischen Gemeindelebens auf der Iberischen Halbinsel, mit Synagogen, Schulen und einem blühenden Handel.

Vom Viertel zum Mahnmal

Die vorgeschlagene Route beginnt im Gebiet des alten Judenviertels, führt durch die Rua da Judiaria in Alfama und endet am Largo de São Domingos beim Rossio, wo ein Mahnmal an die Opfer des Massakers von 1506 erinnert. Es ist ein Weg der Erinnerung, der materielle Spuren mit der Geschichte der Gemeinden verbindet, die hier lebten.

Die geführte Besichtigung vermittelt den historischen Kontext der jüdischen Gemeinden Lissabons, vom Mittelalter bis zur Vertreibung von 1496, und zeigt, wie die Stadt dieses Gedächtnis heute bewahrt.